Einsatzgebiete · Therapeutische Haltung · Elterngespräche · Finanzierung

Einsatzgebiete
In meiner Praxis arbeite ich mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen, die in eine psychische Krise geraten sind und dabei z. B. unter psychosomatischen Symptomen leiden oder tief greifende Entwicklungsstörungen aufweisen oder deren Wahrnehmungs- bzw. Sprachvermögen so stark beeinträchtigt ist, dass eine konventionelle Psychotherapie u. U. nicht greifen kann.
Einsatzgebiete sind:

  • Persönlichkeitsstörungen
  • Psychosomatische Störungen, wie Asthma und andere Atemeinschränkungen
  • Autismus
  • Sprachschwierigkeiten, elektiver Mutismus
  • Geistige Behinderung

Therapeutische Haltung
In der Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit den oben angeführten Einschränkungen ist die Musik meist eine wichtige Ressource. Musik als Intermediär- oder Zwischenobjekt ermöglicht es, unter Umgehung der Widerstände, das Selbstwertgefühl sowie Frustrationstoleranz zu entwickeln.
Der musiktherapeutische Rahmen und die Musik überhaupt bieten vielfältige Möglichkeiten nonverbal zu kommunizieren.
Über dieses Medium lassen sich sehr genau die Kontaktmuster, etwa Störungen oder gerade auch Fähigkeiten, der Klienten diagnostizieren. Alternative Verhaltensweisen zu Fixierungen und Rückzug können durch den musikalischen Dialog mit dem Therapeuten erfahren werden. Im Spiel, in der Bewegung und während des Musizierens liegen mir spontane Impulse und Regungen sehr am Herzen. Um das Erlebte gegebenenfalls in Worte und Gedanken zu fassen, stehe ich als „Hilfs-ich“ zur Verfügung.
Schwerpunkte der therapeutischen Arbeit sind:

  • Entwicklung und Förderung der Körperwahrnehmung als wichtige Ressource zur Orientierung im Organismus-Umweltfeld
  • Klänge, Rhythmen und Melodien zum Ausdrücken von Stimmungen und Bedürfnissen
  • Dialogische Spielformen zur Entwicklung der Dialogfähigkeit und der sozialen Kompetenz.

Elterngespräche
Bei den begleitenden Elterngesprächen (25% des vereinbarten Therapiekontingentes) geht es um die Unterstützung der Umstellungsfähigkeit der Eltern.
Begleitend zum Therapieprozess wird den Eltern die Entwicklung des Kindes / Jugendlichen während der Therapie transparent gemacht und es werden die Faktoren herausgearbeitet und besprochen, die durch den Erziehungsstil der Eltern aktuell noch zur Aufrechterhaltung der Krise / Symptomatik beitragen.

Finanzierung
Das Honorar für eine Therapiestunde (50 Minuten) beträgt 70 Euro. Für diese Zahlung wird dem Vertragspartner (in der Regel sorgeberechtigte Bezugspersonen oder Jugendamt) eine Rechnung erstellt. Diese kann entweder bei entsprechendem Leistungsspektrum von privaten Kassen erstattet werden oder über das sogenannte „Persönliche Budget“ abgerechnet werden (SGB IX. § 17).